Diese unsere Gesellschaft ist ein verwahrloster autistischer Haufen.
Der in Hamburg lebende Künstler Leo Stern entwarf 2012 mit vukee190 das weltweit erste klassische Artwork Mobile.
Das Automobil setzte in erster Generation ein Zeichen von Unabhängigkeit und Freiheit. Auf Ungebundenheit und Selbstverwirklichung folgen dann Komfort, Konsumverstopfung und Zeitknappheit. Schließlich die Implosion und am Ende mausert sich die Depression ausgerechnet in den prosperierenden Konsumgesellschaften zur Zivilisationskrankheit Nummer eins.
Womit werden Verdrossenheit und Depression spazieren gefahren?
Mit den Wagen dieser ersten Generation. Sie sind heute Statussymbole, Oldtimer verschlossen in Nobelgaragen, versteckt vor der Öffentlichkeit. Freiheit erdrückt in wertekonservativem Denken! Leo Stern bricht diese Regel, entreißt den Oldtimer, einen Mercedes SL, der bewahrenden Klasse. Grelle Farben, Stern gegen Rost, Provokation, raus auf die Straße. Oldtimer und Kunst for everybody.
Prügel und Knüppel, der Sinn einer weiteren Studie besteht seiner Aufassung nach in der geografischen Ausbreitung des seinerzeits bekannten Nichtsmachen.
Alles ist Kunst und Kunst liegt auf der Straße. Mit seinem rollenden Appell reiht sich Stern in die Reihe der Künstler wie Warhol und Koons ein. Zeitverschoben, modifiziert und rehabilitiert.


